Welchen Einfluss hat die europäische Klimapolitik auf deutsche Direktinvestitionen? Monatsbericht – September 2024 16.09.2024

16.09.2024

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Zusammenfassung

Der Artikel ist ein Beitrag im Monatsbericht September 2024 der Deutschen Bundesbank und wurde am 16. September 2024 veröffentlicht. Er untersucht empirisch, welchen Einfluss die europäische Klimapolitik und insbesondere das EU-Emissionshandelssystem auf deutsche Direktinvestitionen im Ausland haben. Das EU-ETS gilt seit 2005 im Europäischen Wirtschaftsraum und umfasst unter anderem Industrie, Stromerzeugung sowie den innereuropäischen Luftverkehr, seit 2024 auch den Seeverkehr. Die Reformen von 2013 und 2021 führten laut Bundesbank bislang nicht zu signifikanten Verlagerungen deutscher Produktionsstandorte in Länder außerhalb des EWR. Emissionsintensive deutsche Konzerne waren jedoch bereits zuvor überdurchschnittlich stark außerhalb des EWR investiert, während Unternehmen mit überwiegender EWR-Präsenz ihre Treibhausgasemissionen seit 2014 stärker reduzierten. Der im Oktober 2023 eingeführte CO₂-Grenzausgleichsmechanismus soll Carbon Leakage begrenzen, sieht zunächst umfangreiche Berichtspflichten vor und soll ab 2026 bestimmte energieintensive Importe schrittweise entsprechend ihren Emissionen belasten. Simulationen mit dem Bundesbank-Modell EMuSe zeigen, dass höhere europäische CO₂-Preise die weltweiten Emissionen senken, aber die internationale Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen können, während der Grenzausgleich diese Nachteile nur teilweise ausgleicht.

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