The scenario-based equity price impact induced by greenhouse gas emissions Mark A. Weth, Markus Baltzer, Christoph Bertram, Jérôme Hilaire, Craig Johnston 06.08.2024 Discussion Paper 30/2024

16.07.2024

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Zusammenfassung

Dies ist ein ESG-bezogenes Discussion Paper der Deutschen Bundesbank mit Beiträgen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der University of Maryland und der Bank of Canada. Es trägt die Nummer 30/2024 und ist auf den 6. August 2024 datiert; die Aussagen geben die persönlichen Auffassungen der Autoren wieder und nicht notwendigerweise die Position der Bundesbank oder des Eurosystems. Die Studie entwickelt eine zukunftsgerichtete Kennzahl für klimabedingte Transitionsrisiken, indem erwartete Dividenden um szenario- und unternehmensspezifische Kosten direkter Treibhausgasemissionen bereinigt und mit Renditeanforderungen des Aktienmarkts diskontiert werden. Dafür werden Projektionen aus vier integrierten Bewertungsmodellen mit Emissionsdaten, Dividendenerwartungen und Energieumsätzen von 5.050 börsennotierten Nichtfinanzunternehmen aus 72 Ländern verknüpft. Die Unternehmen repräsentierten 2020 etwa die Hälfte der globalen Aktienmarktkapitalisierung und 17 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Bei einem Erwartungswechsel von aktuellen Politiken oder nationalen Klimabeiträgen zu einem Paris-konformen Netto-null-Pfad bis 2050 liegen die Wertverluste für die Mehrheit im einstelligen Prozentbereich, während bis zu 18 Prozent der Unternehmen mehr als die Hälfte ihres Börsenwerts verlieren könnten. Besonders hohe Risiken zeigen sich bei Kohle-, Öl- und Gasunternehmen sowie anderen emissionsintensiven Branchen, während Unternehmen aus erneuerbaren Energien teilweise profitieren; die Ergebnisse variieren je nach Basisszenario, Kostenüberwälzung und Klimamodell.