Do firm credit constraints impair climate policy? Matthias Kaldorf, Mengjie Shi 22.07.2024 Discussion Paper 29/2024

29.05.2024

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Zusammenfassung

Das Discussion Paper Nr. 29/2024 wird von Matthias Kaldorf und Mengjie Shi von der Deutschen Bundesbank beziehungsweise der Deutschen Bundesbank und Goethe-Universität Frankfurt veröffentlicht. Es trägt das Datum 22. Juli 2024 und gibt ausdrücklich die persönlichen Auffassungen der Autoren wieder, nicht notwendigerweise die der Bundesbank oder des Eurosystems. Die Studie untersucht, ob Kreditbeschränkungen von Unternehmen die Wirksamkeit von Klimapolitik und CO2-Steuern bei der Emissionsminderung beeinträchtigen. Dafür werden börsennotierte Unternehmen in einem internationalen Datensatz für den Zeitraum 2011 bis 2019 analysiert, wobei Kreditbeschränkungen über die Distance-to-Default und Treibhausgasemissionen über Scope 1 und Scope 2 gemessen werden. Eine Erhöhung der CO2-Steuer um 10 US-Dollar je Tonne Kohlenstoff führt bei kreditbeschränkten Unternehmen zu einer um 1,1 Prozentpunkte geringeren Emissionsreduktion als bei vergleichbaren Unternehmen derselben Branche. Der Effekt ist im verarbeitenden Gewerbe und bei Unternehmen mit geringer Kapitalintensität besonders ausgeprägt. Im DSGE-Modell liegen die für Netto-Null-Emissionen erforderlichen CO2-Steuern mit endogenen Kreditbeschränkungen um rund 24 US-Dollar je Tonne höher und betragen in der Basiskalibrierung 324 US-Dollar je Tonne; bei einem Anstieg auf 300 US-Dollar bis 2050 wären die kumulierten Emissionen laut Modell um 41 Gigatonnen höher.