Climate Minsky moments and endogenous financial crises Matthias Kaldorf, Matthias Rottner 09.07.2024 Discussion Paper 26/2024

21.06.2024

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Zusammenfassung

Das Discussion Paper Nr. 26/2024 wird von Matthias Kaldorf und Matthias Rottner bei der Deutschen Bundesbank veröffentlicht. Es trägt das Datum 9. Juli 2024 und gibt ausschließlich die persönlichen Auffassungen der Autoren wieder, nicht notwendigerweise die der Bundesbank oder des Eurosystems. Die Studie entwickelt ein quantitatives makroökonomisches Modell mit CO2-Steuern, Emissionsminderung, Finanzintermediären und endogenen systemischen Finanzkrisen. Untersucht werden die Auswirkungen des Übergangs zur Klimaneutralität auf Vermögenspreise, Verschuldung, Finanzstabilität und sogenannte „Climate Minsky Moments“. Im Basisszenario erreicht ein ambitionierter CO2-Steuerpfad ab 2025 die vollständige Emissionsminderung 2050 bei 143 US-Dollar je Tonne Kohlenstoff, während das Business-as-usual-Szenario Klimaneutralität erst 2090 erreicht. Die Krisenwahrscheinlichkeit steigt während des Übergangs kurzfristig auf etwas mehr als 2,6 Prozent, sinkt langfristig jedoch von rund 2 auf 1,5 Prozent. Frontgeladene Klimapolitik führt zu einem früheren Rückgang der zusätzlichen Krisenwahrscheinlichkeit, während eine nach hinten verlagerte Politik die Belastungen länger erhöht; aus CO2-Einnahmen finanzierte Subventionen können die Risiken zunächst dämpfen, später aber verstärken.